Magendrehung

Anfällig für eine Magendrehung sind vor allem hochbeinige Rassen mit hohem Brustkorb. Man muß es sich etwa so vorstellen, dass der Magen des Hundes wie eine Hängematte im Bauch aufgehängt ist. Bei mittel- oder hoch gradiger Füllung (auch durch übermäßige Wasseraufnahme) kann der Magen in Schwingung versetzt werden oder sich sogar um die eigene Achse drehen.Dadurch werden die Venen und Verdauungswege abgedrückt. Die kräftigeren Arterien pumpen allerdings weiterhin Blut in die Magengefäße. Das Blut kann den Magen jedoch nicht mehr verlassen und somit wird dem Kreislauf mehr und mehr Blut entzogen. Durch die Gärung des Mageninhaltes entstehen Gase, die den Magen ballonförmig aufblähen. Der Magen wird unterversorgt, die Gefäße sterben ab und Toxine wandern in den Organismus. Magen und die eventuell mitgedrehte Milz sterben ab. Innerhalb weniger Stunden kann der Hund qualvoll verenden.

Anzeichen:

  • Hecheln
  • Würgen
  • Winseln
  • Bauch ist aufgebläht wie ein Ballon
  • Hund versucht zu erbrechen

Maßnahmen:

Sofort zum Tierarzt !

Prävention:

Lieber 2 mal am Tag kleinere Portionen füttern. Nach dem Füttern sollte man den Hund mindestens eine Stunde ruhen lassen.

Ohrenerkrankungen

Fremdkörper im Ohr

Anzeichen:

  • Hund schüttelt dauernd den Kopf
  • Hund kratzt am Ohr

Maßnahmen:

Ohr vorsichtig von innen und außen untersuchen, eventuell mit Taschenlampe in das Ohr leuchten. Bei tieferliegenden Fremdkörpern gehen sie bitte zum Tierarzt

Ohrenentzündung

Anzeichen:

  • Der Hund schüttelt dauernd den Kopf.
  • Hund kratzt am Ohr.
  • Es riecht unangenehm aus dem Ohr.

Osteochondrose (OCD)

Bei der Osteochondrose handelt es sich um eine Knorpel-Erkrankung, bei der sich der Knorpel an den Gelenken nicht richtig mit dem Knochen verbindet. Es sind die großen Rassen betroffen, leider auch die Landseer. Hierbei lösen sich die Knorpelzellen vom Gelenkknochen, die sich im Gelenk vergrößern und so zu schmerzhaften Problemen durch Entzündungen bei jeder Bewegung sorgen. Sollte sich bei Ihrem Landseer der Verdacht bestätigen, empfiehlt sich eine Aufnahme aller gefährdeten Gelenke, um so präventiv tätig werden zu können.

OP-Tipps

Ihr Hund muß operiert werden? Keine schöne Angelegenheit, weder für uns, noch für den Hund, doch manchmal leider unumgänglich. Daher finden sie hier einige Anregungen für die Zeit vor und nach der   OP, um ihrem Hund diese so unbeschwerlich wie möglich zu machen.

Was vor einer OP zu beachten ist!

Geben Sie dem Hund am Tag davor ab Mittag nichts mehr zu Fressen Am Vorabend zum letzten Mal Wasser anbieten Meistens sind OP-Termine morgens, gehen Sie mit ihrem Hund ruhig vorher noch einmal Gassi (je nach Schwere der OP kann sich der Hund erst am nächsten Tag, oder sogar noch später richtig entleeren) Nehmen Sie eine warme Decke mit zum Tierarzt, darin können sie ihren Hund auf dem Heimweg einwickeln (nach einer OP können unsere Vierbeiner, durch den heruntergesetzten Stoffwechsel ganz schnell auskühlen).

Was nach der OP zu beachten ist!

Legen Sie ihren Hund in einen ruhigen Raum. Legen Sie ihn mit einer weichen Unterlage auf den Boden. Erschrecken Sie nicht, wenn ihr Hund in der Aufwachphase winselt (das ist in diesem Fall kein Anzeichen für Schmerzen, es wird durch das sich nur langsam abbauende Narkosemittel verursacht ) An diesem Tag bitte nur Wasser anbieten - am nächsten Tag darf ihr Hund wieder fressen (kleine Portionen, alle 2-3 Stunden, evtl. spezielles Diätfutter) Befolgen sie den Ratschlag ihres Tierarztes und ziehen ihrem Hund, wenn er gerade nicht beaufsichtigt werden kann, eine Halskrause an.

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